Ostern in Brüssel


Warum Brüssel? Es gibt so viele Ziele, die auf meiner Bucketlist stehen, Brüssel gehörte jedoch nicht dazu. Aber wie das so ist, beschert das Leben einem manchmal die besten Chancen, man muss sie nur nutzen. In diesem Fall war es das einzige Ziel mit einem günstigen Flugpreis zu Ostern. Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen, hatte ich mir doch einen wärmeren Ort vorgestellt. Nach einiger Recherche stellte ich jedoch fest, dass ich in Brüssel sehr gut einer meiner Lieblingsbeschäftigungen nachgehen könnte: Essen.

Also Flug gebucht, passendes Hotel gefunden, Freund geschnappt und los ging es.

 

Stadt

Brüssel ist das perfekte Ziel, wenn man einfach ein paar entspannte Tage in einer fremden Stadt verbringen möchte, ohne eine Liste an Sehenswürdigkeiten abarbeiten zu müssen. Diese war bei uns tatsächlich auf einen einzigen Punkt beschränkt: das Atomium. Und irgendwie war auch das eher unspektakulär. Es ist schon beeindruckend, ein riesiges Gebäude aus ein paar Metallkugeln anzusehen, aber es gibt eindeutig schönere Aussichten.

Manneken Pis

Eine schöne Aussicht hat man zum Beispiel, wenn man mit dem Ascenseur des Marolles fährt. Das ist ein gläserner Lift, der mitten in Brüssel den Höhenunterschied überbrückt. Ist man oben, bietet sich ein toller Ausblick über die Stadt. Der Grand Place bietet ebenfalls eine schöne Sicht – auf goldverzierte Gebäude zu allen Seiten. Mit jedem Mal hinsehen konnte ich ein paar neue Details erkennen. Auf jeden Fall einen (oder auch mehrere) Blicke wert. Dort sind auch viele geführte Reisegruppen unterwegs und wenn man in der Nähe steht, kann man das ein oder andere Detail zur Geschichte aufschnappen.

 

Die Fußgängerzone ist wirklich nett zum Umherstreifen, ab und an gibt es kleine Stände oder einen Musiker, der seine Lieder trällert. Wenn man sich so den Tag vertreibt, landet man unweigerlich irgendwann in einem Pulk Touristen mit gezückten Smartphones. Das Objekt der Begierde: der Mannekin Pis – eine kleine Figur eines Mannes, der sich in ein Brunnenbecken erleichtert. Kann man sich im Vorbeigehen mal ansehen, kann man auch lassen. Viel spannender ist die Chocolaterie gegenüber, in der es einige echt gut aussehende Leckereien zu kaufen gibt.

Essen & Trinken

Mousse au chocolatMeiner Meinung nach ist es aber auch gar nicht so relevant, welche Chocolaterie man besucht: bei mindestens einer in jeder Straße landet man wahrscheinlich sowieso in mehreren. Überall, wo wir Schokolade gekauft haben, hat sie sehr gut geschmeckt.

 

 

Waffel mit Erdbeeren und Schokolade

 

 

Eine leckere belgische Waffel habe ich mir in einem eher günstigen Laden gekauft, wie es ihn auch überall zu finden gibt und ich war begeistert. Während der drei Tage habe ich übrigens keine Waffel entdeckt, die nicht appetitlich aussah.

 

 

 

 

lunchWaf

 

 

 

 

Für das besondere Waffelerlebnis kann ich die Wafflefactory empfehlen. Hier gibt es eine kleine Auswahl an herzhaft gefüllten Waffeln, lunchWaf genannt. Man kann die frische Zubereitung beobachten und das Geschmackserlebnis ist einmalig.

 

 

 

 

 

Pommes

Wenn man nach Brüssel reist, sollte man auf jeden Fall einmal Pommes essen. Unsere Wahl fiel auf die Frieterie Tabora in der Fußgängerzone. Der Laden sieht unscheinbar aus, aber die Schlange verrät die Qualität und den Geschmack der Pommes – sehr lecker und direkt aus frischen Kartoffeln.

 

 

 

 

 

 

 

 

Vom Essen zum Trinken: ein absolutes Muss in Brüssel ist es, eine der vielen verschiedenen belgischen Biersorten zu probieren. Ich persönlich bin begeistert von dem Kirschbier, das mehr wie ein Kirschlolly als wie Bier schmeckt. Für ein Bierchen zwischendurch kann ich das Leffe Café empfehlen. Das Essen dort soll zwar nicht so gut sein, aber die Bierauswahl ist gut und die Atmosphäre draußen echt toll. Wir saßen bei eher kühlen Temperaturen mit Schal und Jacke an einem Tisch an einer Straße namens Rue de Rollebeek, die ich total hübsch fand mit den älteren Häusern. Gleichzeitig hat man einen Blick auf eine große Kathedrale, zu der wir es leider nicht mehr geschafft haben.

Wenn man abends gemütlich in einem Pub abseits vom Touristentrubel ein Bier trinken möchte, sollte man auf jeden Fall im A L’Imaige de Nostre-Dame vorbeischauen, das sich am Ende einer kleinen, unauffälligen Gasse versteckt. Wir haben dort einen tollen Abend verbracht und auch noch nette Leute kennengelernt.

 

Hotel

FrühstückÜbernachtet haben wir im NH Collections Brussels Centre, einem 4-Sterne Hotel, das sehr zentral und direkt bei der Fußgängerzone liegt. Entsprechend waren wir die meiste Zeit einfach zu Fuß unterwegs. Das Bett war bequem, das Bad bestens ausgestattet und der Ausblick aus dem 6. Stock nicht zu verachten. Das Beste jedoch ist das Frühstück im 9. Stock mit einem noch besseren Ausblick über die Dächer. Die Auswahl an Säften, Obst, Gebäck, Joghurt und warmen Speisen ist überwältigend und alles schmeckt. Zudem gibt es samstags bis 11 Uhr, sonntags sogar bis 12 Uhr Frühstück, perfekt zum Ausschlafen. Ich würde jederzeit wieder dieses Hotel wählen und es ganz sicher mit Frühstück buchen.

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